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Kirmes
Wusstest Du schon...
...dass die Cranger Kirmes im Jahre 1914 wegen Ausbruch des Ersten Weltkrieges seit Menschengedenken zum ersten Mal ausfiel?
...dass die Durchführung der Cranger Kirmes 1953 am seidenen Faden hing? Damals wurde wegen der Kinderlähmungsepidemie täglich ein Großveranstaltungsverbot erwartet, das dann jedoch erst am Tag nach der Kirmes ausgesprochen wurde.
...dass die 500. Cranger Kirmes zweimal gefeiert wurde? Im Jahre 1935 und gleich nach der Währungsreform noch einmal! Doppelt hält eben doch besser.
...dass 1946 Fischbockwurst zu den Delikatessen der Cranger Kirmes zählte? Während Fisch damals in beliebigen Mengen aufzutreiben war, war Fleisch nach wie vor Mangelware.
...dass die Cranger Kirmes im Volksmund zeitweilig auch Hechtkirmes genannt wurde? Er wurde in der silberklaren Emscher gefangen und galt als besondere Kirmesdelikatesse.
...dass Dannekämper Jungen zur Kirmeszeit eine Bude aufstellten, mit der verheißungsvollen Ankündigung: "Wanne bei Nacht!" Man wurde für fünf Pfennig hineingelassen und sah den Sternenhimmel. Die herbeigerufene Polizei verbot den 5-Pfennig Ausblick.
...dass ...nichts ist so schön...wie der Mond von Wanne-Eickel den Rhythmus der Cranger Kirmes 1962 beherrschte? Das Lied von Friedel Hensch und den Cyprys besungen verhalf der Stadt zu unerhoffter Popularität
...dass der "Mond-Song" ...nichts ist so schön...wie der Mond von Wanne-Eickel den Zeichner Jörg Röttger zu seinem Plakat zur Cranger Kirmes 1963 inspirierte.
...dass die fünf Hülsmann-Fässer, aufgestellt an der Ecke Dorstener- und Rathausstraße jahrelang ein Blickfang für durstige Kirmesbesucher waren? Am Eröffnungstag gab es hier traditionell eine Stunde Freibier.
...dass "Die fröhlichen Weiber von Crange", die mit ihren offenherzigen Reizen alles dagewesene anno 1906 in den Schatten stellten? Für ein Eintritt von zehn Pfennig konnte die Herrenwelt dieses Damen-Ensemble bewundern. Der Zeitzeuge weiß zu berichten, dass die Schaubude proppenvoll war.
...dass im Jahre 1911 Anni ten Dirt eine Dame von 450 Pfund der absolute Kirmesknüller war? Bei einen Eintritt von fünf Groschen waren es überwiegend männliche Besucher, die sich für die schwerste Dame der Welt interessierten.
...dass um 1900 eine männliche Schönheitskonkurrenz der absolute Kirmesknüller auf Crange war? Die Damenwelt staunten damals nicht schlecht, als sich neun Adonisse aufs Podest drängten, um ihre Astralkörper zur Schau zu stellen.
...dass im Jahre 1904 das erste Bierzelt nahe der Gaststätte Becker aufgestellt wurde? Der große Humpen Bier im Glaskrug kostete zwei Groschen, ein Pinnchen "Westfälischer Korn" ein Groschen.
...dass der Metzgermeister Paul Kolbe um 1900 ständig heiße Fleischwurst im Angebot hatte? Seine Spezialität war "Polnische" mit Majoran und viel Knoblauch.
...dass im Jahre 1905 zwei Schiffschaukeln und drei Karussells aufgebaut waren? Für die Bewegung der Karussells sorgten Pferde, die unermüdlich ihre Runden trabten.
...dass im Jahre 1966 der Festumzug zur Cranger Kirmes statt findet? Der bunte Lindwurm schlängelt sich seitdem von Eickel, St. Jörgen-Platz zum Festplatz nach Crange.
...dass im Jahre 1973 das Windrad zum ersten Mal das offizielle Kirmesplakat der Stadt Wanne-Eickel zierte? Alle Kirmesfans haben die rot-gelb-lila-grüne Windmühle des Grafiker und Künstler Helmut Bettenhausen in ihr Herz geschlossen.
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